Was ich übers älter werden denke

6. Oktober 2017

Hallo ihr Lieben!

Wieder ist ein Jahr um und mein Geburtstag steht vor der Tür. Irgendwie komisch, dass man sich einmal im Jahr Gedanken ums älter werden macht, wo man doch jede Sekunde altert. Man feiert den Tag seiner Geburt. Ein Tag an den man sich nicht erinnern kann. An dem man vom geschützten Laib der Mutter durch dieses kleine Loch gepresst wird um auf die Welt zu kommen. In meiner Vorstellung bringen dann die verschrumpelten kleinen Babies den Eltern ein einmaliges Glücksgefühl. Meine Eltern behaupten es war so, ich will es ihnen mal glauben.

Als Kind, ohne Zukunftsängste und Sorgen, wollte ich immer Kind bleiben. Ein bisschen Kind werde ich immer sein. Doch viel ist nicht geblieben. Man kann den Alterungsprozess nunmal nicht aufhalten. Ich wurde älter und kam in die Pubertät. Damals wollte ich nicht älter als 30 werden. Dann ist man alt und das Leben hat doch nichts mehr zu bieten, dachte ich. Hmm. Wer hätte gedacht, dass ich dann mit 30 erst so richtig Lust aufs Leben bekommen würde. Ok, ich hätte mir niemals mein Leben so vorgestellt, dachte ich wär verheiratet, hätte mindestens 2 Kinder, und würde ein tristes Hausfrauenleben führen. Heute bin ich kinderlos, Beziehungen sind kompliziert, und eine Hausfrau bin ich schon gar nicht.

Die meisten Frauen haben besonders Angst vorm 30er. Ich habe mich gefreut. Meine 20er waren ein stetiges auf und ab, so viel erlebt aber auch so viel gelitten. Ich hatte das Chaos satt und hatte den Anlass für einen Neustart genutzt. Und jetzt 5 Jahre später freue ich mich immer noch aufs älter werden. Ich fühle mich viel wohler und habe eine viel intensivere Beziehung zu mir selbst. Ich gehe mit mehr Respekt mit mir selbst um, kann Probleme besser bewältigen. Aber auch schaffe ich mir meine eigene Welt nach meinen eigenen Bedürfnissen und versuche jeden Tag zu nutzen.

Ich finde täglich heraus was ich vom Leben will, und indem ich an mir arbeite und mir meine Wünsche und Träume erfülle, bin ich zu einem zufriedenen ausgeglichenen Menschen geworden. Natürlich nicht immer, aber doch die meiste Zeit. Allerdings geht das auch nur wenn man sich stets weiterentwickelt. Stillstand existiert nämlich nicht. Veränderung passiert, ob wir es wollen oder nicht. Ich bin der Meinung es ist besser sein Leben selbst ein bisschen zu lenken und nicht nur darauf zu warten, dass endlich etwas passiert. Tja und weil ich auf diese Linie vertraue habe ich die Ruhe in mir gefunden, die ich so lange gesucht habe.

Und genau aus diesen Gründen freue ich mich aufs älter werden. Umso älter ich werde, desto öfters verspüre ich diese Glücksmomente, die das Leben ausmachen.

Wenn ich an das letzte Jahr denke, fallen mir ganz viele glückliche Momente ein, natürlich auch ein paar Situationen, die ich lieber nicht erlebt hätte. Doch auch diese sind überstanden und vorbei. Ich bin dankbar für die Menschen, die mein Leben bereichern, dankbar für die Chancen, die ich bekommen habe, ob genutzt oder nicht. Und ich bin gespannt was das nächste Jahr bringen wird.

Also keine Angst vorm älter werden, es wird immer besser!

xxx Sandra

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