Verkleide dich / wieso man das nicht nur im Fasching macht

9. Februar 2018

Falls jemand von euch die kommenden Tage verkleidete Menschen sieht: es ist FASCHING!

In diesen Tagen kann man sich verkleiden, einmal in eine neue Rolle schlüpfen. Wünscht man sich ja öfters. Aber wenn ich so überlege besteht das genze Leben aus vielen verschiedenen Rollen. Ich bin Frau, Schwester, Tochter, Freundin, Feindin, Beraterin, die Schlaue, die Schüchterne, die Lebhafte, die Glückliche, die Traurige und und und. Jeder hat so viele Gesichter, da wundert es mich nicht, dass es manchen nicht so leicht fällt sich immer treu zu bleiben.

Neben unseren gewohnten, alltäglichen Aufgaben werden wir manchmal dazu gezwungen neue oder ungewohnte Rollen zu übernehmen. Z.B. wenn ein ruhiger Mensch sich plötzlich überwinden und durchsetzen muss. Oder jemand der sonst immer ja sagt und plötzlich einem Kind einen Wunsch abschlagen muss. Aber auch wenn ein sonst sehr temperamentvoller Mensch sich zurücknehmen muss um jemand anderen glänzen zu lassen. Egal in welcher Situation, manchmal verhalten wir uns unnatürlich weil wir es für richtig halten.

Aber verkleiden wir uns nicht tagtäglich? Für die Arbeit, zum Sport, wenn wir der Schwiegermutter gegenüber treten, immer und immer wieder. Es hilft uns um selbstbewusst zu wirken, vielleicht kommt man seriöser und qualifizierter rüber. Oder es hilft um gleich erkannt zu werden, wie z.B.  ein Sanitäter, ein Polizist oder ein Verkäufer. Im Fitnesstudio finde ich es als angenehm wenn alle Sportklamotten tragen. Alle sind wegen der selben Sache hier, egal von wo sie kommen, was sie beruflich machen oder wie alt sie sind. Anders wiederum ist es z.B. in einem Club wo jeder herausstechen will, man will nicht wie jeder andere aussehen sondern einzigartig sein. Es kann auch sein, dass man sich verkleidet um nicht erkannt zu werden, um nicht sein wahres ich zeigen zu müssen, oder sich zu verstecken.

Auch wenn es eine Art von Verkleidung ist, unterstützt es unseren Alltag. Ich kann mir anziehen was ich möchte aber bin trotzdem immer ich selbst.  Kritisch wird es nur wenn man sich in einer Rolle wiederfindet die ganz und gar nicht zu einem gehört, in die man nie freiwillig schlüpfen würde.

Auf jeden Fall sollte man sich nicht auf eine Rolle reduzieren lassen. Jeder Mensch ist so viel mehr als man glaubt und es ist etwas ganz Besonderes wenn ein Mensch sich einem öffnet und seine vielen Seiten offenbart. Deswegen bleibt euch selbst treu und seid offen anderen gegenüber. Ich versuchs auf jeden Fall, egal wer ich dann gerade bin!

 

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