ERNÄHRUNG RELAX

Kräuter für die Hausapotheke Teil 1

23. Februar 2018

In diesem Beitrag geht es um die natürliche Heilwirkung von Kräutern und Gewürzen. Ich bin sehr vorsichtig wenn es darum geht Medikamente einzunehmen, selbst wenn sie mir vom Arzt angeraten werden. Also wenn ich nicht gerade die schlimmsten Schmerzen habe versuche ich es prinzipiell einmal ohne. Zuerst lasse ich meinen Körper seine Selbstheilungskräfte einsetzen. Das dauert dann logischerweise ein paar Tage länger als mit einer Wunderpille. Zusätzlich gibt es wahrscheinlich tausende natürliche Heilmittelchen, die man zur Unterstützung verwenden kann. Ich kenn mich leider viel zu wenig aus, will da noch viel dazu lernen, aber ein paar Kräuter und Tees habe ich immer daheim.

Dabei kommt es wirklich auf die Qualität an. Der Kamillentee aus dem Packerl ist da nicht gemeint. Aber das ist ganz leicht schon am Geschmack zu erkennen. Hochwertige getrocknete Kräuter lässt man 20 – 30 Minuten im heißen Wasser ziehen bis man den Tee trinken kann. Das schmeckt dann natürlich ganz anders als ein 5 Minuten gezogener Teebeutel. Und es sind keine Zusätze dabei, das bedeutet keine Süße. Ich selbst trinke diese Tees pur, aber wer es lieber süß mag kann Honig dazu geben, der ja auch seine eigenen Heilkräfte besitzt. (hier zu lesen)

Einige dieser Heilmittel habe ich in Form von getrockneten Kräutern daheim, einige in Form von ätherischen Ölen, und ein paar wachsen bei mir im Garten. Vielleicht habt ihr ja auch schon etwas zuhause, das ihr euch in den nächsten Salat schneidet oder in den Tee mischt.

 

Kamille

Vorkommen:

Europa, Australien, Nordamerika

Welche Pflanzenteile:

Blüten, gelegentlich das blühende Kraut

Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl, Flavonoide, Schleimstoffe, Matracin, Cumarine, Alpha-Bisabolol

Wirkung:

entzündungshemmend, antibakteriell, entkrampfend, pilzwidrig, reizlindernd, immunstärkend, unterstützt die Zellregeneration und den Wundverschluss

Einsatz:

Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, Reizhusten, Infekte im Mundbereich; Aüßerlich bei Wunden, Hautinfektionen, Frostbeulen, Furunkeln, Zahnfleischentzündungen und leichten Verbrennungen; Als Sitzbad hilft sie bei Schmerzen im Analbereich und Genitalbereich.

Verabreichen in Form von:

Tee, Tinktur, Frischpflanzensaft

 

Pfefferminze

Vorkommen:

Europa, Nord- und Südamerika

Welche Pflanzenteile:

Blätter

Inhaltsstoffe:

Menthol, Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe

Wirkung:

antiseptisch, antibakteriell, pilzwidrig, stimmuliert die Magen- und Gallensaftproduktion, wirkt entkrampfend und appetitanregend; äußerlich wirkt sie kühlend, durchblutungsfördernd, schmerzstillend, leicht beruhigend.

Einsatz:

Sie wird eingesetzt bei Übelkeit, Gastritis, Erbrechen, Migräne, krampfartige Schmerzen im Magen-Darm-Bereich; zum Inhalieren bei Husten und Erkältung.

Verabreichen in Form von:

Tee, Tinktur, ätherisches Öl

 

Kapuzinerkresse

Vorkommen:

Südamerika, Europa

Welche Pflanzenteile:

Blätter, Blüten, Samen

Inhaltsstoffe:

Carotinoide, Flavonoide, Phenole, Vitamin C, Senfölglykoside, Anhtocyanidine

Wirkung:

antibiotisch, antiviral, schleimlösend, pilzwidrig, desinfizierend, fördert die Durchblutung und stärkt die Abwehr

Einsatz:

Wird eingesetzt bei Infektionen der oberen Luftwege, Nebenhöhlenentzündung und Bronchitis, und bei Harnwegsinfekten

Verabreichen in Form von:

Tee, Tinktur, frische Kräuter in der Küche

Birke

Vorkommen:

Europa, Nordamerike, Asien

Welche Pflanzenteile:

Blätter

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe, Vitamin C, Saponine

Wirkung:

harntreibend, blutreinigend, fiebersenkend, entzündungshemmend, antibakteriell

Einsatz:

Wird eingesetzt bei bakteriellen Entzündungen der Harnwege und der Blase, bei Nierengries und Rheuma, gegen die Frühjahrsmüdigkeit; äußerliche Anwendung bei Haarausfall und Schuppen.

Verabreichen in Form von:

Tee, Tinktur, Pflanzensaft

Ceylon-Zimt

Vorkommen:

Asien

Welche Pflanzenteile:

Rinde

Inhaltsstoffe:

Zimtaldehyd, Eugenol, Cumarin, Gerbstoffe, Proanthocyanidine, Schleimstoffe

Wirkung:

antibakteriell, krampflösend, blähungswidrig, nervenstärkend, senkt den Blutzuckerspiegel, schmerzlindernd, pilzwidrig, durchblutungsfördernd, appetitanregend, wärmend, schleimlösend

Einsatz:

Wird eingesetzt bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Erkältungen, Nebenhöhlenentzündungen und Bronchitis, Appetitlosigkeit und allgemeines Schwächegefühl

Verabreichen in Form von:

Tee, ätherisches Öl, Tinktur, als Gewürz

 

Zwiebel

Vorkommen:

weltweit

Welche Pflanzenteile:

Zwiebel, grüne Blätter

Inhaltsstoffe:

Schwefelhaltige Aminosäuren, Peptide, Polysaccharide, Flavonoide, Steroidsaponine

Wirkung:

blutdrucksenkend, blutfettsenkend, entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, antiallergisch, immunstärkend

Einsatz:

Wird eingesetzt bei Asthma, Husten, Bronchitis, Halsentzündung, Keuchhusten, bei Anregung der Gallenfunktion; äußerlich als Wickel bei Ohrenschmerzen, schmerzlindernd bei Insektenstichen und leichten Verbrennungen.

Verabreichen in Form von:

frische Zwiebel, Pflanzensaft

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

*