FITNESS

Mein Weg zum 3000er: Trainingsphase 1

29. Januar 2018

Hallo ihr Lieben!

Falls ihr es noch nicht wisst, mein großes Ziel 2018, ist es auf einen 3000er zu wandern. Warum? Ich war letztes Jahr super unmotiviert beim Sport, hab mich richtig zwingen müssen. Um etwas Schwung in die Sache zu bringen hab ich verschiedene Sportarten durchprobiert, doch nichts hat mich wirklich mitgerissen. Und dann ganz plötzlich hatte ich eine Eingebung: auf einen 3000 m hohen Berg zu wandern. Im Nachhinein ist es nicht sehr wunderlich, dass ich mich für so ein Vorhaben begeistern kann. Ich bin immer schon gern gewandert, bin immer auf der Suche nach neuen Strecken, war letzten Oktober sogar auf Wanderurlaub. Selbst im Ausland bin ich sofort am Berg wenn einer in der Nähe ist, bin z.B. in Hongkong gewandert. Das musste unbedingt sein, ein Tag dort war extra fürs wandern eingeplant. (Ich kann das sehr empfehlen, auf Lantau gibt’s tolle Wanderwege)

Dass ich da nicht früher auf die Idee gekommen bin verwundert mich eher. Wandern hat mir immer schon getaugt, war aber immer nur just for fun. Jetzt mit einer Zahl vor Augen mach ich das natürlich immer noch weil’s Spaß macht, allerdings bin ich recht ehrgeizig und bin einfach gespannt was ich wirklich schaffen kann.

Am Gipfel stehen nach einem anstrengenden Aufstieg ist so ein absolut befreiendes Gefühl, mit nichts zu vergleichen. Ich bin immer schon ein Waldkind gewesen, bin quasi in den Sommermonaten in der Tullner Au groß geworden, und fühl mich noch heute dort daheim wie sonst nirgends. Heimat eben. Trotzdem lebe ich in der Großstadt und gerade in den letzten Jahren habe ich immer mehr gemerkt wie sehr ich es brauche in der Natur draußen zu sein. Das geht mittlerweile schon so weit, dass ich kein Wochenende mehr nur daheim sein kann. Ich muss raus, und wenns nur eine Stunde in den Prater oder über die Felder am Laaer Berg geht. Glücklicherweise lebe ich in einer sehr grünen Stadt und bin auch ganz schnell am Land wenn ich möchte. Das einzige, das mir hier fehlt sind die Berge. Man kann zwar auch ganz nette Runden über den Kahlenberg wandern, aber es ist einfach nicht vergleichbar mit anderen Städten wie Salzburg oder Innsbruck wo man quasi die Berge vor der Haustür hat.

Jetzt hab ich also diese Sehnsucht nach Freiheit, Erfolg und auch die mit sich ziehende körperliche Erschöpfung eines Aufstieges. Und das Schöne daran ist, dass der Weg dort hin genauso erstrebenswert ist wie das Ziel. Denn um fit für einen 3000er zu werden muss ich vor allem viele andere Berge besteigen. Was kann’s schöneres geben. Deshalb freu ich mich auf meine komplette Reise.

Bin ich fit genug für mein Vorhaben? Leider ganz und gar nicht. Begonnen mit meinen Wanderplänen hab ich nach meinem Urlaub im Salzkammergut. Dort hab ich gemerkt, dass meine Kondition so gut wie nicht existent war. Ich muss dazu sagen, dass ich davor ca. 8 Monate keinen richtigen Sport machen konnte weil ich mit dem Rücken Probleme hatte. Nach meiner Rückkehr wusste ich, ich muss wieder gezielt Sport treiben. Als mir dann meine “Erleuchtung” kam fing ich sofort an das Internet wie besessen zu durchsuchen, Erfahrungsberichte zu lesen, und mich schlau zu machen wie ich mich am besten vorbereiten kann.

Die ersten zwei Monate fing ich an 3 x die Woche Ausdauer zu trainieren und zusätzlich Krafttraining zu machen. Ich darf leider nicht laufen, weder am Laufband noch in der freien Natur, weil mein Rücken das nicht zulässt. (Klingt komisch, ich weiß, hat was mit meinem Becken zu tun), deshalb trainiere ich am Rad. Und ab Jänner hieß es dann einem bestimmten Plan zu folgen.

Trainingsphase 1

Jede Trainingsphase besteht aus 3 aktiven Wochen und 1 Woche Pause

In einer aktiven Woche trainiere ich die Grundlagenausdauer, Kraftausdauer, Langzeitausdauer und Lungenfunktion. Ich wechsle zwischen verschiedenen Intervallmethoden  insgesamt 3 x, fahre 1 x die Woche 1 Stunde lang, mache 2 x die Woche Krafttraining und zusätzlich Yoga und/oder Rückengymnastik.

Trainingswoche 1:

Die erste Woche war sehr anstrengend, aber ging problemlos über die Bühne. Ich war super motiviert, hatte einen tollen Start und bin gut hinein gekommen. Alles lief nach Plan.

Trainingswoche 2:

Mein Trainingplan musste aus Termingründen umgeworfen werden, daher war es viel stressiger für mich alles so einzuhalten ohne ein Training auszulassen. Insgesamt war ich sehr müde, die Motivation war aber immer noch da. Hatte trotz Zeitstress das Gefühl mich gesteigert zu haben.

Trainingswoche 3:

Die 3. Woche war sehr schlecht. Ich hatte wenig Motivation, war hundemüde und musste mich zum Trainieren zwingen. Es kam mir die Einsicht, dass mein Trainingsplan einfach zu viel war. Das ist aber ganz typisch für mich, wenn ich mich für etwas begeistere stürze ich mich mit 120% hinein. Ich habe ein Training weggelassen. In der 2. Trainingsphase werde ich dann auch mit 1 x weniger weiter machen und sehen ob das besser geht.

Pausenwoche:

In dieser Woche sollte ich insgesamt unter 2 Stunden Training bleiben. Ich habe meinen Rücken trainiert, das muss ich regelmäßig damit er nicht schmerzt, und ein bisschen Krafttraining. Sonst habe ich es genossen keinen Sport zu machen, bzw. war ich viel draußen unterwegs und habe Kraft getankt.

 

Insgesamt bin ich mit der 1. Phase zufrieden. Mein Übertreiben war fast voraus zu sehen, aber mit dieser Erfahrung geh ich dann in die 2. Phase und hab dann hoffentlich auch Erfolg.

Der weitere Plan sieht so aus, dass ich insgesamt 3 solcher Trainingsphasen durchmache. Also bis Mitte März. Ab dann sollte sich wenn das Wetter mitspielt ein Punkt besonders ändern. Nämlich dass ich mindestens 3 x im Monat tatsächlich wandern gehe. Auf das freu ich mich natürlich besonders. Wobei ich seit November auch ein paar Mal wandern war weil das Wetter gepasst hat. Das kann man nicht immer voraussehen.

Welcher 3000er es wird weiß ich immer noch nicht, wobei ich schon mit ein paar Strecken geliebäugelt hab. Aber wie genau ich das dann mach kann ich noch gar nicht sagen. Sobald ich da mehr weiß gibt’s ein Update.

Nach meiner 2. Trainingsphase werd ich euch wieder von meinen Erfahrungen erzählen.

Hach, nur jetzt alles nieder zu schreiben macht mich wieder so motiviert. Wandern macht mich einfach glücklich.

xxx Sandra

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