ein guter Tag

26. Januar 2018

Heute ist ein guter Tag. Ich habe das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Wärme. Wenn ich in der Früh aufstehe und ich kann mich gut leiden, hilft das auch. Seit gestern bin ich positiv gestimmt, davor waren es ein paar negative Tage. Normal? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Stimmungsschwankungen gehören schon immer zu mir. Deshalb ist es normal für mich. Ich mag die schlechten Tage nicht. Aber es macht die guten wieder mit gutem Grund gut.

An den schlechten Tagen denke ich an die Dinge, die ich nicht gemacht habe, an die Chancen die ich versäumt habe. Wieso stecke ich noch immer in einer Situation fest? Wieso habe ich das nicht schon längst getan? Wieso kann ich nicht entschlussfreudiger und schneller in meinen Entscheidungen sein! Keine Frage, sondern ein Vorwurf.

So schlimm diese Tage auch sind, sie bringen mich aber auch dazu etwas zu verändern. Auch wenn mein Vorwärtsgehen nur sehr langsam stattfindet passiert dann eigentlich sehr viel. Wenn ich dann in den positiven Momenten daran denke wer ich mal war und wer ich jetzt bin, fast gar nicht zu glauben. Da werde ich wohl die nächsten Hürden auch noch schaffen. Und man weiß ja, kurz vorm Ziel wird’s erst richtig holprig.

Es gab eine Zeit (keinTiefpunkt, weil es ein längerer Zeitraum war), in der ich mich nicht mehr leiden konnte, in der ich mich sogar gehasst habe. Dafür wer ich war, was ich getan habe, wie ich gelebt habe. Heute habe ich es geschafft der Mensch zu werden, der ich immer sein wollte. Bin immer dabei mich zu entwickeln um noch viel liebenswerter für mich selbst zu sein.

Früher war ich egoistisch, musste immer im Mittelpunkt stehen. Das war ich gewohnt, aber deshalb habe ich mich auch oft verstellt, musste mich so geben wie mich andere haben wollten. Heute mache und lebe ich zu allererst nur für mich selbst, aber bin noch nie so weit entfernt vom Egoismus gewesen wie jetzt.

Ich bin glücklich damit, bin froh und stolz, dass ich das geschafft habe. Trotzdem habe ich noch ein paar Hürden zu meistern. Zum Beispiel habe ich die meisten Menschen, die mich damals begleitet haben, aufgeben müssen. Ein paar ohne mit der Wimper zu zucken, aber auch welche um die es mir furchtbar leid tat. Doch ich habe gelernt, dass Menschen, die mich nicht so nehmen und mögen können wie ich wirklich bin, es nicht verdient haben ein Teil in meinem Leben zu sein.  Trotzdem ist die Tür immer offen, und falls sie doch noch drauf kommen das es anders auch geht, sind sie herzlich willkommen.

Die neue Herausforderung für mich ist es neue Freunde zu finden, die so denken wie ich. Das fällt mir besonders schwer, habe ich mich aufgrund schlechter Erfahrungen sehr verschlossen und zurück gezogen. Manchmal fällt es mir sogar sehr schwer ein ganz normales unwichtiges Gespräch zu führen. Doch zwischendurch trifft man dann auf einen Menschen, mit dem es plötzlich ganz einfach ist sich zu unterhalten, mit dem es sich gut anfühlt. Dann habe ich Hoffnung, dass ich mich wieder öffnen kann. Und in so einem Moment bin ich glücklich, weil ich weiß dass ich das schaffen werde.

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