RELAX

Ein Gefühl von Sonnenaufgang

23. August 2018

Der Wecker läutet um 5 Uhr Früh. Um 5:10 Uhr nochmal. Ich mache meine müden Augen auf und bleibe liegen. Soll ich jetzt wirklich aufstehen? Eigentlich bin ich viel zu müde, aber dann denke ich daran wie ich mich fühlen werde wenn ich es nicht tue und setze mich auf.

Ein kurzer Blick auf die Uhr und ich werde ganz schnell. Wozu sich die Mühe machen so früh aufzustehen um dann doch zu spät zu kommen! Eine schwarze Leggings über die Beine, einen Kapuzenpullover über den Kopf gezogen und ich bin schon im Badezimmer. Noch ein paar Minuten später schnappe ich mir meine Tasche in der ich alles mitbringe was ich brauche, und dann schwinge ich mich auf mein Rad um loszufahren.

Ich fahre nicht lange, vielleicht 10 Minuten bis ich den perfekten Platz gefunden habe. Ich sehe mich um und halte kurz inne. Einfach kurz den Moment auf sich wirken lassen nachdem ich mich hier her gehetzt habe. Und das heißt was denn ich bin normalerweise alles andere als schnell in der Früh. Wie gut sich die frische Morgenluft anfühlt.

 

 

Jetzt mache ich meine Tasche auf und nehme meine Kamera raus um diesen wunderbaren Moment festzuhalten. Genau in dieser Sekunde, Minute, Stunde bin ich ganz alleine dort, bis auf den Fischotter der immer wieder an mir vorbei schwimmt und den Möwen die um die Wette fliegen. Mir bringt es Freude diesen besonderen Moment genießen zu dürfen und ihn gleichzeitig hier mit euch teilen zu können. Selbst jetzt, 3 Stunden später, kann ich immer noch dieses starke Gefühl von Zufriedenheit und Geborgenheit spüren, und wenn ich mir die Fotos ansehen werde, wird es mir immer wieder diese Emotionen zurückbringen.

 

 

Noch ein Weilchen bleibe ich sitzen, genieße die ersten Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht, die meine Haut bräunen und mein Haar immer heller werden lassen. Langsam wird es mir sehr warm in meinem Kapuzenpullover und ich gebe meine Sachen zurück in die Tasche. Ich sehe dem Otter noch einmal zu wie er an mir vorbei zieht. Dieses Mal taucht er nicht gleich wieder unter, vielleicht hat er sich an meine Anwesenheit gewöhnt, weiß dass ich ihm nichts Böses will.

Dann ist der Moment vorbei und ich fahre wieder zurück nachhause. Und noch viele Stunden kann ich die Ruhe in mir spüren, die es mir gebracht hat nur weil ich heute um 5 Uhr aufgewacht bin.

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