ERNÄHRUNG

60 Tage Glutenfrei-Challenge

20. Juli 2017

Nachdem ich den Winter mit meiner Art der gesunden Ernährung super überstanden hatte war es dann umso ärgerlicher für mich, im Frühjahr plötzlich wieder vor den gleichen Problemen wie im Sommer zuvor zu stehen. Ein Blähbauch der nicht weggeht, angeschwollene Gliedmaßen durch Wassereinlagerungen und ein benebeltes Gefühl im Kopf waren plötzlich wieder da. Für mich ist Ernährung sehr wichtig und ich möchte meinen Körper verstehen. Ich möchte ihm geben was er braucht und das weglassen, das ihn krank macht.

wieder auftretende Beschwerden

Lange hatte ich große Probleme bis mir die Diagnose Fructose- und Histaminintolerant gestellt wurde. Es war nicht leicht, musste ich auch gesunde Lebensmittel ab sofort weglassen, aber nach einiger Zeit hatte ich dann heraus was ich essen darf bzw. wie ich es machen musste. Heute hab ich das schon so im Gefühl, dass ich eigentlich automatisch das esse was mir gut tut. Deshalb war es dann total frustrierend für mich als ich plötzlich wieder Beschwerden bekam. Ich hatte zwar keine Schmerzen aber ein ständiges Unwohlsein. Und das genau dann als es wärmer wurde und die Sommerkleidzeit begann. Ihr könnt euch vorstellen, nicht so toll.

Dieses Mal hatte ich aber gleich eine Vermutung: zu viel Gluten. Als ich mir überlegte was den Unterschied zwischen meiner Ernährung im Winter und dann im Frühjahr ausmachte kam mir sofort Brot in den Kopf. Dass es mich aufbläht ist mir schon öfters aufgefallen, aber da ich selten Brot aß war es nie Thema. Im Frühling wenn es wieder wärmer wird beginnt bei mir immer die Gartensaison. Und da ich dann in meinem zweiten Wohnsitz mit meiner Familie viel Zeit verbringe wird auch anders gegessen. Zuerst einmal wird sehr oft gegrillt, es wird mehr Fleisch gegessen, mehr Alkohol getrunken und auch mehr Brot gegessen. Das alles sind Nahrungsmittel, bei denen ich sehr aufpassen muss.

60 Tage Glutenfrei-Test

Doch das habe ich dieses Mal nicht getan. Ich war zu faul zum Kochen und hab mir einfach jedes Mal wenn ich Hunger hatte ein Brot gemacht. Ich beschloss also den 60 Tage Glutenfrei-Test zu machen. Ich muss zugeben, ich habe keine 60 Tage durchgehalten. Allerdings konnte ich schon nach kurzer Zeit feststellen, dass es mir nach ein paar Tagen schon besser ging.

Was ist Gluten?

Aber was ist Gluten eigentlich genau? Gluten, das auch Klebereiweiß genannt wird, ist eine Gemisch aus Proteinen und ist verantwortlich für das Aufgehen des Teiges beim Backen und dafür, dass das Brot im fertigen Zustand seine Form behält. Es kommt in verschiedenen Geitreidearten vor. Besonders hoch in Weizen, Dinkel und Hartweizen. Mit einer niedrigen Dosierung findet man Gluten auch in Hafer, Gerste und Roggen. Gänzlich glutenfrei sind Mais, Buchweizen, Reis, Hirse, Quinoa und Amaranth.

Bei manchen Menschen kann das Gluten nicht vollständig abgebaut werden und führt zu Entzündungen im Darm. Dies kann zu Verdauungsproblemen bis hin zu einer Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) führen. Die Symptome können sehr unterschiedlich auftreten.

Hier ein paar Symptome, die auftreten können:

  • Blähungen
  • Apetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • “vernebelter Kopf”
  • psychische Beschwerden
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Blässe
  • Konzentrationsstörungen
  • Gliederschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Müdigkeit

 

auf die Menge achten

Für mich steht fest, kleine Mengen ab und zu sind für mich verträglich. Ich darf es einfach nicht mehr übertreiben. Da ich mir jetzt ziemlich sicher sein kann dass ich Gluten nicht so gut vertrage, habe ich angefangen alle möglichen Produkte glutenfrei zu testen. Ich habe verschiedene Sorten Brot und Gebäck probiert, glutenfreie Nudeln und Müsli, und auch Wraps und Bagels. Bei den meisten Produkten muss ich leider zugeben, dass sie geschmacklich einfach nicht zu ersetzen sind. Vielleicht finde ich ja noch das perfekte glutenfreie Brot. Doch bis dahin bleibe ich beim Original und versuche auf die Menge zu achten.

Ich kann nur jedem raten diesen Test mal auszuprobieren. Ich denke nicht, dass jeder gleich glutenunverträglich ist, aber auch wie bei Laktose gilt: zu viel davon macht krank.

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