1 Jahr die gesunde Mischung

19. März 2018

Vor einem Jahr bin ich mit meinem Blog online gegangen. Wenn man es genau nimmt war mein Jahrestag schon vor drei Monaten, da habe ich mit dem Blog begonnen. Eigenartig dass es schon wieder so lange her ist, kommt mir gar nicht so lange vor.

Bin ich zufrieden einen Blog gestartet zu haben? Ja, ganz und gar. Ich würde es sofort wieder tun. Mir macht das schreiben furchtbar viel Spaß, das Fotografieren, ja die ganze Arbeit die hinter jedem Beitrag steckt. Habe ich mir das so vorgestellt? Nein, ich hätte nicht gedacht wie aufwendig manche Beiträge sind.

Aber beginnen wir ganz von Vorne. Aller Anfang ist schwer und so war auch meiner. Ich hatte keine Ahnung von irgendwas, den vollen Durchblick habe ich heute noch nicht. Über was ich schreiben wollte war mir klar, aber dann wurde es schon schwieriger. Einen Namen zu finden, was am Blog zu finden sein sollte, wie er aussehen sollte und und und. Gar nicht so einfach für einen Leien wie mich. Aber ich hab mich durchgekämpft und einen halbwegs anständigen Blog gestartet.

Die nächste Herausforderung war das Schreiben. Ich hatte schon seit Jahren nichts mehr auf Papier gebracht, wusste nur dass ich das früher mal ganz gut konnte. Erst nach vielen Monaten hab ich so etwa einen Rythmus gefunden und einen eigenen Schreibstil. Ganz ehrlich, zufrieden bin ich nie. Aber genau das treibt mich an immer besser zu werden.

Das andere große Thema war die Fotografie. Ich habe immer schon gerne Fotos geschossen, aber nie professionell. Meine Methode hieß, einfach so lange abdrücken bis ein halbwegs schönes Foto dabei ist. Ich muss zugeben ich hab es schon einige Male probiert mich ein wenig in dieser Richtung weiter zu bilden, aber leider nie mit Erfolg. Ich hatte mir sogar ein halbes Jahr vor meinen Blogplänen eine Systemkamera zugelegt, bei der man auch manuelle Einstellungen durchführen konnte. Aber irgendwie hab ich mich nie richtig ausgekannt und bin dann immer im Autofokus hängen geblieben. Als ich dann mit dem Bloggen begann wurde ich dann plötzlich mit ziemlich viel Ehrgeiz gepackt und ich begann dieses Mal recht erfolgreich Verbesserungen zu machen.

Mittlerweile hab ich eine bessere Kamera und liebe das Fotografieren. Egal wo ich hin gehe, ich überleg immer ob ich dort schöne Bilder machen kann. Und wenn ich mal keine Kamera dabei hab und vor mir ein wahnsinns Motiv zu sehen ist ärger ich mich total. Dann gibt es zwar zur Not noch das Handy, aber ich lieb meine Kamera einfach.

Wieso blogge ich? Nach wie vor weil es mir wahnsinnig viel Spaß macht. Ich weiß nicht wie das bei Leuten ist, die auf Befehl schreiben müssen weil es ihr Job ist, denn ich habe Tage an denen ich motiviert und inspiriert bin, an diesen Tagen schreibe ich meine Beiträge und sammle Ideen. Und es gibt Tage an denen ich ganz und gar keine Lust zu schreiben habe, da kann ich noch so lange vorm Laptop sitzten, da bring ich nichts zusammen. Das schöne ist, wenn ich mal ein paar Tage nichts auf die Reihe bringe macht das nichts, ich muss ja eben nicht. Nach einem Jahr Erfahrung kann ich aber sagen, dass ich trotz der uninspirierten Tage fast immer mein Pensum schaffe. Wenn mal nichts online kommt dann meistens weil ich eine kleine Pause eingelegt habe, das braucht man einfach. Mache ich dann wirklich tagelang nichts für den Blog? Ähmm, neeee. Selbst wenn ich nicht schreibe bin ich am Fotos machen, recherchieren und planen. Wenn jemand so gerne organisiert wie ich macht man das ohne Pause. Ja ich gehöre zu den Menschen die im Urlaub erst 2 Tage brauchen bis sie abschalten können. Find ich aber nicht schlimm, solange ich das abschalten irgendwann auch mal schaffe.

Und dann gibt es noch einen ganz persönlichen Grund wieso ich einen Blog habe. Nämlich um mehr aus mir raus zu kommen. Um neue Dinge zu probieren, um etwas zu lernen. um meinen Horizont zu erweitern. Ich hab das vorher auch gemacht, aber nie in diesem Ausmaß. Im letzten Jahr habe ich so viele tolle Dinge erlebt, die ich sonst nie getan hätte. Und genau deshalb mache ich auch mit Begeisterung weiter. Wenn ich meine Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe revue passieren lasse, bin ich noch mehr gespannt auf all die neuen, die ich noch machen werde.

Was hat mich in diesem Jahr überrascht? Mich hat eine Sache sogar sehr überrascht. Und zwar habe ich durchs Bloggen vieles über mich selbst gelernt, habe sogar Ängste bezwungen. Ich bin ein sehr sensibler Mensch (nicht introvertiert) und habe deswegen gewisse Blockaden. Vor einem Jahr hätte ich nie über private Dinge gesprochen. Ganz im Gegenteil, ich habe alles umgeschrieben sobald ich etwas persönliches in einem Beitrag hatte. Heute schreibe ich sogar gerne über mich, hoffe dass meine Probleme und wie ich damit umgehe vielleicht anderen helfen kann, oder ihnen zumindest das Gefühl gebe nicht allein zu sein. Ich scheue mich nicht mehr davor der Welt zu zeigen wer ich bin, schließlich mag ich mich mittlerweile ziemlich gerne (das war nicht immer so), und ich bin stolz darauf. Und überraschenderweise hat es mich noch stärker und selbstbewusster gemacht mich meinen Lesern zu öffnen. Dafür bin wahnsinnig dankbar.

Mein Blog hat mich zu Abenteuern angetrieben, mir vergessene Wünsche wiedergebracht, mir gezeigt dass ich Dinge schaffen kann obwohl ich es mir nie zugetraut hätte, und mich zu einer stärkeren Person gemacht. Ich bin schon super gespannt was in diesem Jahr alles passiert und kann es kaum erwarten.

Danke an jeden einzelnen Leser! Ihr seid der Wahnsinn!

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